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ANTIMONOTON

Untersuchung von Geometrie als Mittel der Formfindung im Design.

Die Bachelorarbeit „Geometrie als Mittel der Formfindung im Design“ untersucht Geometrie als gestalterisches Werkzeug im Designprozess. Ausgangspunkt ist die Frage, wie Formen, Proportionen und Strukturen Wahrnehmung beeinflussen und kreative Prozesse lenken können.

Im Zentrum der praktischen Arbeit steht die experimentelle Veränderung von Flächen durch geometrische Muster und Einschnitte. Mit Materialien wie Neopren, Filz, Latexschaum und Abstandsgewirken entstanden neue Silhouetten und Oberflächen, die bewusst reduziert und offen gehalten wurden, um Raum für eigene Interpretationen zu schaffen.

Die Arbeit verbindet theoretische Überlegungen zu Wahrnehmung, Gestaltung und Kreativität mit experimentellen Materialstudien und versteht Formfindung als Zusammenspiel von Struktur, Intuition und Bedeutung.

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01 / DESIGN CONCEPT

Die Arbeit untersucht, wie sich Materialien durch minimale strukturelle Eingriffe räumlich und atmosphärisch verändern können. Ausgangspunkt ist dabei nicht die Zerstörung einer Oberfläche, sondern die Aktivierung bereits vorhandener Eigenschaften. Durch Einschnitte, Spannung und Wiederholung entstehen Strukturen, die auf Bewegung, Licht und Körper reagieren und dadurch ihr Verhalten kontinuierlich verändern.

Im Mittelpunkt steht die Beobachtung, wie Materialien beginnen, sich anders zu verhalten, ohne ihre ursprüngliche Identität vollständig zu verlieren. Die Eingriffe dienen nicht der vollständigen Kontrolle des Materials, sondern schaffen Bedingungen, unter denen verborgene Qualitäten sichtbar werden können. Einige Strukturen öffnen sich erst in Bewegung, andere verändern ihre räumliche Wirkung durch Dehnung, Schatten oder Distanz. Dadurch entstehen Oberflächen zwischen Stabilität und Auflösung, Kontrolle und Eigenverhalten.

Der gestalterische Prozess basiert auf experimenteller Untersuchung. Verschiedene Systeme werden wiederholt verändert, erweitert und in neue Zusammenhänge gesetzt, um herauszufinden, wann eine Struktur beginnt, glaubwürdig, lebendig und spannungsvoll zu wirken. Entscheidend ist dabei nicht maximale Komplexität, sondern ein sensibles Gleichgewicht zwischen Material, Eingriff und Wahrnehmung. Die Struktur soll lesbar bleiben und trotz Transformation eine nachvollziehbare Verbindung zu ihrem Ursprung behalten.

Die entstandene Arbeit bewegt sich zwischen Mode, Materialforschung und räumlicher Konstruktion. Kleidung wird dabei nicht ausschließlich als funktionales Objekt verstanden, sondern als wahrnehmbarer Zustand zwischen Körper, Bewegung und Atmosphäre. Organische und konstruktive Elemente treffen aufeinander und erzeugen Oberflächen, die gleichzeitig ruhig und spannungsvoll wirken.

Schönheit wird innerhalb dieses Prozesses nicht als dekorative Eigenschaft verstanden, sondern als Moment intensiver Wahrnehmung. Besonders relevant sind Situationen, in denen Material, Bewegung und Struktur beginnen, miteinander zu resonieren und mehr sichtbar machen, als ursprünglich geplant war. Die Arbeiten versuchen deshalb nicht, Bedeutung vollständig festzulegen, sondern Raum für individuelle Wahrnehmung und Interpretation offen zu halten.

Das Designkonzept versteht Gestaltung nicht als endgültige Formgebung, sondern als fortlaufende Untersuchung von Verhalten, Spannung und Transformation. Jede Struktur bildet dabei einen eigenen Erfahrungsraum mit spezifischen räumlichen, materiellen und emotionalen Potenzialen. 

02 / ACTIVATING SURFACE

Der Entwicklungsprozess basiert auf wiederholter Beobachtung und Variation. Unterschiedliche Materialien wurden durch minimale Eingriffe verändert, um ihr Verhalten unter Spannung, Bewegung und Dehnung zu untersuchen.

Im Fokus stand dabei nicht die vollständige Kontrolle der Oberfläche, sondern die Frage, wann Materialien beginnen, neue räumliche und atmosphärische Eigenschaften zu entwickeln. Einige Strukturen reagieren stärker auf Bewegung, andere verändern ihre Wirkung durch besonderen Lichteinfall, distanzierte Betrachtung oder körperliche Aktivierung.

Der Prozess versteht Material nicht als statisches Medium, sondern als System mit eigenen Potenzialen und Verhaltensweisen.

02-01 / RESONANCE
02-02 /EMBODIMENT
02-03 / ACTIVATION

Der Ausgangspunkt der Arbeit lag nicht in einer festen Formidee, sondern in der Wahrnehmung von Spannung, Schutz, Bewegung und stiller Präsenz.

Visuelle Referenzen wurden dabei weniger als direkte Vorlage verstanden, sondern als atmosphärische Auslöser. Körperhaltungen, Layering, geometrische Klarheit und ruhige Silhouetten erzeugten eine Formsprache zwischen Stabilität, Geborgenheit und innerer Spannung.

Geometrie wurde dabei nicht ausschließlich als konstruktives Mittel verstanden, sondern auch als Möglichkeit, Ordnung, Orientierung und Nachvollziehbarkeit innerhalb eines offenen gestalterischen Prozesses zu erzeugen, die man später an der Formsprache und Oberflächenstruktur erkennt.

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Die zeichnerische Entwicklung diente nicht ausschließlich der formalen Ausarbeitung von Kleidung, sondern der Untersuchung von Präsenz, Haltung und Charakter. Silhouetten wurden untersucht, um zu beobachten, wie Struktur, Volumen und geometrische Eingriffe die Wirkung eines Körpers verändern können.

Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Form von Ausstrahlung durch die Verbindung von Körper und Struktur entsteht. Einige Entwürfe wirken ruhig und zurückhaltend, andere erzeugen Stabilität, Distanz oder eine stille Form von Stärke. Die Kleidung fungiert dabei nicht nur als äußere Hülle, sondern als Erweiterung von Wahrnehmung und Identität.

Die Skizzen untersuchen unterschiedliche Möglichkeiten, wie sich Schutz, Spannung und Unterstützung in eine tragbare Formsprache übersetzen lassen. Geometrische Elemente dienen dabei nicht ausschließlich der Konstruktion, sondern beeinflussen auch Haltung, Rhythmus und die atmosphärische Präsenz der Figur.

Der Körper wird dadurch nicht lediglich bekleidet, sondern Teil eines räumlichen Systems aus Material, Bewegung und Ausdruck.

ANALOGE ZEICHNUNGEN

MIXED MEDIA COLLAGEN

Die Herangehensweise an die Aktivierung der Oberfläche erinnert an das Prinzip eines Scherenschnittes. Durch gezielte Einschnitte wird Material nicht vollständig entfernt oder überformt, sondern so verändert, dass sich sein Verhalten sichtbar verändern kann und somit keine inaktiven Restflächen entstehen.

Abhängig von Material, Schnittführung und Spannungsverhältnis beginnen Oberflächen sich unterschiedlich zu verhalten. Einige Strukturen öffnen sich bei Bewegung, andere verändern ihre räumliche Wirkung durch individuellen Lichteinfall, Dehnung oder distanzierter Betrachtung. Dadurch entstehen Oberflächen, die nicht nur durch ihre Form, sondern vor allem durch ihr Reaktionsverhalten wahrgenommen werden.

 

Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie minimale Eingriffe bestehende Eigenschaften eines Materials verstärken oder sichtbar machen können, ohne dessen ursprüngliche Materialität vollständig zu verlieren. Die Aktivierung entsteht somit nicht durch maximale Veränderung, sondern durch das Verhältnis zwischen Oberfläche, Öffnung, Spannung und Bewegung.

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